Deutschlandradar

Amtlicher Teil des Bundesanzeigers, Jahrgänge 2023 bis 2026.

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Künstliche Intelligenz

BMFTR fördert Forschung zur Erfassung biologischer Vielfalt mit KI-Verfahren

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt macht eine Fördermaßnahme zur Erforschung bislang unzureichend erfasster biologischer Vielfalt bekannt, in der unter anderem Verfahren der Künstlichen Intelligenz zum Einsatz kommen sollen.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) veröffentlicht eine Fördermaßnahme, die unter anderem auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Biodiversitätsforschung abzielt. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur bislang „verborgenen" biologischen Vielfalt in Deutschland werden als unverzichtbar für evidenzbasierte Entscheidungen zu Nachhaltigkeit und Wohlstand beschrieben, etwa in den Bereichen Ernährungssicherheit, Klimaschutz, Rohstoffversorgung, nachhaltige Landnutzung sowie Prävention von Gesundheitsrisiken und Naturgefahren BAnz AT 01.09.2026 B1.

Ausgangspunkt ist nach den Angaben des Ministeriums eine Diskrepanz zwischen der Geschwindigkeit des Artenschwunds und der Geschwindigkeit der wissenschaftlichen Erfassung: internationalen Bestandsaufnahmen zufolge sei weltweit etwa eine Million Arten vom Aussterben bedroht, während viele Aspekte biologischer Vielfalt unerforscht blieben und ohne vertiefte Kenntnis ihrer Eigenschaften und Bedeutung verloren gehen könnten BAnz AT 01.09.2026 B1.

Zur Schließung dieser Wissenslücken sollen neue Technologien dienen. Genannt werden Fernerkundung, auf Künstlicher Intelligenz beruhende Analyseverfahren, Hochdurchsatz-Sequenzierung und Robotik, mit denen Wissenslücken über Arten, Gene und ökologische Funktionen systematisch geschlossen werden sollen. Zugleich wird der Umweltforschung zugeschrieben, durch hohe Anforderungen an Datenqualität, Systemintegration und automatisierte Erkennungsverfahren selbst Impulse für technologische Innovationen zu setzen BAnz AT 01.09.2026 B1.

Darüber hinaus wird hervorgehoben, dass bestehende Wissenslücken über klassische taxonomische Fragestellungen hinausgingen. Der Verlust genetischer und funktioneller Vielfalt sei bislang nur unzureichend verstanden, obwohl diese Ebenen die Anpassungsfähigkeit von Arten und die Stabilität ökologischer Systeme maßgeblich bestimmten. Ohne vertiefte Kenntnisse blieben Schutz- und Managementmaßnahmen in ihrer Wirksamkeit begrenzt BAnz AT 01.09.2026 B1.

BelegeBAnz AT 01.09.2026 B1

Dieser Beitrag entstand im täglichen Aktualisierungslauf aus den Volltexten des amtlichen Teils. Jede Aussage trägt ihre Fundstelle und führt zur Veröffentlichung beim Bundesanzeiger.