Deutschlandradar

Amtlicher Teil des Bundesanzeigers, Jahrgänge 2023 bis 2026.

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Die Meldungen entstehen im täglichen Aktualisierungslauf aus den Volltexten des amtlichen Teils. Jede Aussage trägt ihre Fundstelle und führt zur Veröffentlichung beim Bundesanzeiger. Gibt der Bestand nichts Neues her, erscheint keine Meldung.

  1. Künstliche Intelligenz

    BMWK beschreibt Berührungspunkte geplanter IPCEI-Infrastruktur zu KI-Vorhaben

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt in einer Bekanntmachung das Vorhaben I-CIC vor und benennt dabei Bezüge zu geplanten europäischen Förderprojekten zu Künstlicher Intelligenz und Halbleitern sowie zu AI-Gigafactories.

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlicht eine Bekanntmachung, die das Vorhaben I-CIC betrifft und dabei ausdrücklich Bezüge zur Künstlichen Intelligenz herstellt. Das Vorhaben begreift die grenzüberschreitende nahtlose Verknüpfung von zentralen und dezentralen Datenverarbeitungskapazitäten als Continuum und soll auf einer souveränen Multi-Provider-Architektur aufsetzen BAnz AT 09.09.2026 B1.

    Die Bekanntmachung benennt signifikante Berührungspunkte mit den in Vorbereitung befindlichen wichtigen Projekten von gemeinsamem europäischem Interesse für Künstliche Intelligenz (IPCEI-AI) und für neuartige Halbleitertechnologien (IPCEI AST) sowie mit dem bereits laufenden IPCEI Cloud (IPCEI-CIS). Ziel sei es, umfassende Synergien zwischen diesen verschiedenen IPCEI zu aktivieren und zu nutzen BAnz AT 09.09.2026 B1.

    Daneben werden Synergien mit den geplanten AI-Gigafactories beschrieben. Diese zielen vor allem auf die initiale Entwicklung sehr großer KI-Modelle auf zentral aufgebauten Infrastrukturen mit jeweils mindestens 100 000 hochleistungsfähigen KI-Prozessoren in Europa. Die Europäische Kommission sei entschlossen, Europa im Bereich KI zu einem globalen Technologieführer zu machen, und habe hierzu einen AI Continent Action Plan vorgelegt BAnz AT 09.09.2026 B1.

    Inhaltlich wird ausgeführt, dass KI die Grundlage für die Entwicklung und Nutzung digitaler Lösungen bilde. Als Beispiele für innovative KI-Lösungen werden autonome Produktion, autonomes Fahren, KI-gesteuerte Robotik, KI-gestütztes Produktdesign und Industrial-Metaverse-Anwendungen genannt BAnz AT 09.09.2026 B1.

    Die europäische Industrie benötige demnach nicht nur Zugang zu den neuesten KI-Modellen und -Technologien, sondern auch zu High-End-Rechenkapazitäten, die auf industrielle Bedürfnisse zugeschnitten sind. Viele industrielle KI-Anwendungen erforderten es, das KI-Training oder die Inferenz dezentral, nah am Speicher- oder Entstehungsort der Daten, durchzuführen BAnz AT 09.09.2026 B1.

    Die dezentrale Verarbeitung in verschiedenen Cloud- und Edge-Infrastrukturen erfordere eine hochkomplexe Integration und eine intelligente Orchestrierung, um einen sicheren und vertrauensvollen Datenaustausch zu gewährleisten. Die Bekanntmachung ordnet diese Anforderungen in den Kontext der geplanten europäischen KI-Infrastrukturvorhaben ein BAnz AT 09.09.2026 B1.

    BelegeBAnz AT 09.09.2026 B1

  2. Künstliche Intelligenz

    BMFTR fördert Forschung zur Erfassung biologischer Vielfalt mit KI-Verfahren

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt macht eine Fördermaßnahme zur Erforschung bislang unzureichend erfasster biologischer Vielfalt bekannt, in der unter anderem Verfahren der Künstlichen Intelligenz zum Einsatz kommen sollen.

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) veröffentlicht eine Fördermaßnahme, die unter anderem auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Biodiversitätsforschung abzielt. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur bislang „verborgenen" biologischen Vielfalt in Deutschland werden als unverzichtbar für evidenzbasierte Entscheidungen zu Nachhaltigkeit und Wohlstand beschrieben, etwa in den Bereichen Ernährungssicherheit, Klimaschutz, Rohstoffversorgung, nachhaltige Landnutzung sowie Prävention von Gesundheitsrisiken und Naturgefahren BAnz AT 01.09.2026 B1.

    Ausgangspunkt ist nach den Angaben des Ministeriums eine Diskrepanz zwischen der Geschwindigkeit des Artenschwunds und der Geschwindigkeit der wissenschaftlichen Erfassung: internationalen Bestandsaufnahmen zufolge sei weltweit etwa eine Million Arten vom Aussterben bedroht, während viele Aspekte biologischer Vielfalt unerforscht blieben und ohne vertiefte Kenntnis ihrer Eigenschaften und Bedeutung verloren gehen könnten BAnz AT 01.09.2026 B1.

    Zur Schließung dieser Wissenslücken sollen neue Technologien dienen. Genannt werden Fernerkundung, auf Künstlicher Intelligenz beruhende Analyseverfahren, Hochdurchsatz-Sequenzierung und Robotik, mit denen Wissenslücken über Arten, Gene und ökologische Funktionen systematisch geschlossen werden sollen. Zugleich wird der Umweltforschung zugeschrieben, durch hohe Anforderungen an Datenqualität, Systemintegration und automatisierte Erkennungsverfahren selbst Impulse für technologische Innovationen zu setzen BAnz AT 01.09.2026 B1.

    Darüber hinaus wird hervorgehoben, dass bestehende Wissenslücken über klassische taxonomische Fragestellungen hinausgingen. Der Verlust genetischer und funktioneller Vielfalt sei bislang nur unzureichend verstanden, obwohl diese Ebenen die Anpassungsfähigkeit von Arten und die Stabilität ökologischer Systeme maßgeblich bestimmten. Ohne vertiefte Kenntnisse blieben Schutz- und Managementmaßnahmen in ihrer Wirksamkeit begrenzt BAnz AT 01.09.2026 B1.

    BelegeBAnz AT 01.09.2026 B1

  3. Künstliche Intelligenz

    BMFTR fördert geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zu generativer KI

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat eine Richtlinie zur Förderung von Projekten veröffentlicht, in denen generative Künstliche Intelligenz als Untersuchungsgegenstand der Geistes- und Sozialwissenschaften beforscht wird.

    Die Richtlinie des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt vom 11. August 2026 fördert Forschungsprojekte, die generative Künstliche Intelligenz aus geistes- oder qualitativ-sozialwissenschaftlicher Perspektive untersuchen. Adressaten sind geistes- und sozialwissenschaftliche Einrichtungen; Verbundvorhaben können von mehreren Einrichtungen gemeinsam beantragt werden, Einzelvorhaben nur von geistes- oder sozialwissenschaftlichen Einrichtungen. Bei Verbundvorhaben müssen Federführung und Verbundkoordination bei einer solchen Einrichtung liegen. Die Einbeziehung informatischer oder technikwissenschaftlicher Disziplinen ist ausdrücklich willkommen BAnz AT 25.08.2026 B2.

    Notwendige Voraussetzung für eine Förderung ist der Fokus auf geistes- oder qualitativ-sozialwissenschaftlicher Forschung über generative KI in mindestens einer ihrer Ausprägungen wie Text-, Bild-, Video- oder Audiogenerierung oder deren Einsatzgebiete, etwa Erstellung wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Prüfung von Dokumenten, Textkorrektur, Übersetzung, Brainstorming oder Grafikdesign. Andere Arten der KI wie prädiktive oder entscheidungsbasierte KI, General Artificial Intelligence (GAI) oder Robotik und Steuerung sind ausdrücklich nicht Gegenstand der Förderung. Nicht förderfähig sind Vorhaben, die hauptsächlich auf einem quantitativen Forschungsdesign basieren BAnz AT 25.08.2026 B2.

    Genannt werden Themenfelder wie Erkenntnisproduktion, Wissen, Wahrheit und Postfaktizität, also die Auseinandersetzung mit Prozessen der Wissensproduktion, des Verstehens, der Auslegung und Erkenntnis. Sowohl theoretische als auch empirische Zugänge sind möglich, ebenso die Berücksichtigung historischer Dimensionen und Vergleiche. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche philosophischen, ethischen, sozialen und politischen Implikationen die Entwicklung generativer KI mit sich bringt BAnz AT 25.08.2026 B2.

    Gefördert werden Vorhaben, die generative KI in all ihren Ausprägungen in den Blick nehmen. Ausdrücklich nicht gefördert werden dagegen weitere Formen der KI außerhalb der generativen Verfahren. Damit grenzt die Richtlinie ihren Geltungsbereich klar auf die geistes- und sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Inhalten und Wirkungen generativer KI ein BAnz AT 25.08.2026 B2.

    BelegeBAnz AT 25.08.2026 B2

  4. Künstliche Intelligenz

    BMFTR fördert Fusionsforschung mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt macht eine Fördermaßnahme bekannt, die unter anderem die Erhöhung von Technologiereifegraden in der Fusionsforschung in Bereichen wie Künstliche Intelligenz zum Ziel hat.

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt veröffentlicht eine Fördermaßnahme, die unter anderem Schlüsseltechnologien der Fusionsforschung betrifft. Der Bezug zum Thema Künstliche Intelligenz besteht darin, dass KI als einer der genannten Bereiche aufgeführt wird, deren Technologiereifegrade hin zu höheren Stufen erhöht werden sollen BAnz AT 24.08.2026 B3.

    Ein Ziel der Maßnahme ist die Erhöhung der Technologiereifegrade ausgewählter Schlüsseltechnologien für die Magnet- und Laserfusion. Genannt werden dabei neben Breeding-Blanket-Konzepten, Tritium- und Brennstoffkreislauf, Tokamak-/Stellarator-Systeme und Plasmaheizung auch Hochtemperatur-Supraleitung, Diagnostik, Digitalisierung, Remote-Handling und Künstliche Intelligenz. Die Anhebung soll hin zu höheren TRL-Stufen erfolgen, ohne dass großskalige Kraftwerksanlagen Voraussetzung sind BAnz AT 24.08.2026 B3.

    Ein weiteres Ziel ist die Stärkung des Fusions-Innovationsökosystems und europäischer Wertschöpfungsketten. Vorgesehen ist eine Steigerung der Kooperationen zwischen Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weiteren wissenschaftlichen Akteuren sowie der messbare Aufbau belastbarer europäischer Wertschöpfungsketten für Fusionstechnologien BAnz AT 24.08.2026 B3.

    Als Querschnittsfelder, in denen diese Wertschöpfungsketten insbesondere aufgebaut werden sollen, werden HTS-Komponenten, Kryo- und Vakuumtechnik, neue Materialien und Werkstoffe, Lasertechnik, Optiken und Gläser sowie der Brennstoffkreislauf genannt. Daneben sollen entlang der Fusionswertschöpfungskette Qualifikationslücken geschlossen und Schlüsseltechnologien, Komponenten und Verfahren qualifiziert werden BAnz AT 24.08.2026 B3.

    Adressaten der Maßnahme sind Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die im Bereich der Fusionstechnologien tätig sind. Die Förderung zielt darauf, die Zusammenarbeit zwischen diesen Akteuren auszubauen und die europäische Wettbewerbsfähigkeit in der Fusion zu stärken BAnz AT 24.08.2026 B3.

    BelegeBAnz AT 24.08.2026 B3

  5. Künstliche Intelligenz

    BMFTR fördert Forschung zu Mikroelektronik und KI-gestützter Assistenzrobotik

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt macht eine Fördermaßnahme zu zwei Themen bekannt: Halbleitertechnologien mit KI-Bezug sowie KI-basierte Assistenzrobotik in Gesundheit und Medizin.

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat eine Fördermaßnahme bekannt gemacht, die Vorhaben zur Mikroelektronik und zu KI-basierter Assistenzrobotik umfasst BAnz AT 11.08.2026 B1.

    Thema 1 der Maßnahme richtet sich auf Mikroelektronik und Halbleitertechnologien. Gefördert werden unter anderem Forschungsansätze zu neuromorphen und Edge-Computing-Architekturen, zu Fehlerkorrektur, Datenkompression, Rechnen im Speicher, Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit – vorzugsweise auf der Grundlage von RISC-V. Weitere Schwerpunkte sind Advanced Packaging mit Heterointegration, Chiplets, Entwurfswerkzeugen und Standardisierung für Chiplets sowie geteilte Fertigung. Hinzu kommen KI-Methoden für die automatisierte Fehleranalyse und neue Konzepte für die Inline-Prozesskontrolle sowie eine grüne Produktion in der Elektronik zur Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs in der Halbleiter- und Elektronikfertigung BAnz AT 11.08.2026 B1.

    Thema 2 adressiert KI-basierte Assistenzrobotik für den anwendungsübergreifenden Einsatz in Gesundheit und Medizin. Genannt werden Pflegerobotik, Therapierobotik, soziale Robotik, kollaborative Robotik, Robotik im öffentlichen Raum sowie humanoide Roboter. Die Vorhaben sollen eine hohe Praxisrelevanz aufweisen und verwertbare Forschungsergebnisse in den genannten Bereichen liefern BAnz AT 11.08.2026 B1.

    Die Veröffentlichung konkretisiert damit den Förderrahmen für anwendungsnahe KI-Forschung in zwei Richtungen: Zum einen für technologische Grundlagen der Elektronikfertigung mit KI-Methoden, zum anderen für robotische Assistenzsysteme in pflegerischen, therapeutischen, sozialen und öffentlichen Einsatzfeldern BAnz AT 11.08.2026 B1.

    Über die bereits gemeldete KI-Flaggschiffmaßnahme des BMFTR zu industrieller domänenspezifischer Künstlicher Intelligenz hinaus werden mit dieser Bekanntmachung die thematischen Schwerpunkte Mikroelektronik und Assistenzrobotik als eigene Förderschwerpunkte ausgewiesen BAnz AT 11.08.2026 B1.

    BelegeBAnz AT 11.08.2026 B1

  6. Künstliche Intelligenz

    Fördermaßnahme des BMFTR zu industrieller domänenspezifischer KI

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert im Rahmen seiner KI-Flaggschiffmaßnahme Vorhaben zu industrieller, domänenspezifischer Künstlicher Intelligenz. Ziel ist die Stärkung technologischer Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit in ausgewählten Anwendungsdomänen.

    Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine Fördermaßnahme zur industriellen, domänenspezifischen Künstlichen Intelligenz (KI) im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Maßnahme ist Teil der Flaggschiffmaßnahme der Hightech-Agenda Deutschland (HTAD) für die Schlüsseltechnologie KI und soll auf das wichtige Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse für Künstliche Intelligenz (IPCEI-AI) sowie auf EU-Begleitaktivitäten wie die 8ra-Initiative, AI-Factories und Gigafactories sowie die Apply-AI-Strategie aufsetzen. Ziel ist es, in ausgewählten Anwendungsdomänen die Nutzung von KI-Systemen durch Unternehmen voranzutreiben und ein deutsches Alleinstellungsmerkmal zu schaffen BAnz AT 31.07.2026 B2.

    Gefördert wird die Entwicklung domänenspezifischer KI-Systeme, die auf die Anforderungen einzelner Branchen oder Anwendungsfelder zugeschnitten sind. Solche Systeme zeichnen sich durch tiefes Fachwissen, etwa über branchenspezifische Fachsprachen sowie industrielle Datenformate, aus. Beispiele für Anwendungsfelder sind das produzierende Gewerbe, der Maschinenbau und die Landwirtschaft. Durch lokale Datenverarbeitung und geringeren Ressourcenbedarf (Edge AI) sollen technologische Souveränität, Datenschutz und IT-Sicherheit gestärkt werden BAnz AT 31.07.2026 B2.

    Zu den geförderten technischen Ansätzen gehören unter anderem die Reduktion von Modellstrukturen zur Sicherstellung von Echtzeitfähigkeit und Energieeffizienz, Data Augmentation mit synthetischen Daten, Transfer Learning zur Anpassung bestehender Modelle auf industrielle Zielaufgaben sowie der Aufbau von MLOps-Frameworks für automatisiertes Training, Testing und Deployment inklusive kontinuierlichem Monitoring und Drift-Detection BAnz AT 31.07.2026 B2.

    Ebenfalls Bestandteil der Förderung ist die Integration von Explainable AI, um Entscheidungsprozesse für Fachanwender interpretierbar zu machen sowie die Zertifizierung in regulierten Domänen zu erleichtern. Daneben sind formale Verifikation zum mathematischen Nachweis sicherer Modellgrenzen und Verfahren zur Adversarial Robustness gegen gezielte Manipulationen vorgesehen BAnz AT 31.07.2026 B2.

    Die Maßnahme verfolgt zudem Ansätze zur Verarbeitung multimodaler Datenquellen mittels Deep Learning, symbolischer Verfahren und hybrider Modelle. Anwendungsbeispiele sind die Verbesserung medizinischer Diagnostik, die Auswertung von Wetter-, Luft- und Sensordaten in der Landwirtschaft sowie eine effizientere Steuerung von Lieferketten und Produktionsabläufen in der Industrie. Damit soll die industrielle Wertschöpfung durch innovative Querschnittstechnologien nachhaltig gesteigert und ein Beitrag zur Sicherung der digitalen Souveränität Deutschlands und Europas geleistet werden BAnz AT 31.07.2026 B2.

    In einer weiteren Veröffentlichung des BMFTR im selben Heft wird das Wissenschaftsjahr 2026 zum Thema Raumfahrt angekündigt. Dort wird Künstliche Intelligenz neben Robotik, Quantenkommunikation, Industrie 4.0 und innovativen Antriebstechnologien als eine der Zukunftstechnologien benannt, die in der Raumfahrt neue Möglichkeiten eröffnen. Diskutiert werden sollen unter anderem Governance-Modelle und Rechtsrahmen, um Souveränität zu sichern, ohne Innovationsfähigkeit und Kooperation zu bremsen BAnz AT 31.07.2026 B3.

    BelegeBAnz AT 31.07.2026 B2BAnz AT 31.07.2026 B3

  7. Künstliche Intelligenz

    Richtlinie zur Förderung von KI-Vorhaben im IPCEI veröffentlicht

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat eine Förderrichtlinie für innovative Vorhaben im Rahmen des wichtigen Projekts von gemeinsamem europäischem Interesse für Künstliche Intelligenz (IPCEI-AI) bekannt gemacht.

    Die Bekanntmachung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 26. Juni 2026 fördert innovative Vorhaben im Rahmen des IPCEI für Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, den quantitativen Fortschritt im Bereich der KI-Technologien in der EU voranzutreiben und deren wirtschaftliche, digitale und technologische Souveränität zu festigen. Dafür soll der europäischen Industrie ein souveräner und diskriminierungsfreier Zugang zu umfangreichen Datenbeständen, adäquaten Rechenkapazitäten und geeigneten KI-Modellen gewährleistet werden BAnz AT 27.07.2026 B1.

    Gefördert werden Vorhaben unter anderem in den Bereichen branchen- und sektorspezifischer KI-Modelle als vortrainierte Basismodelle, KI-Bereitstellung und -Betrieb über den gesamten Lebenszyklus, offene Plattformen für KI auf Basis von Open-Source-Softwarecode sowie KI-Dienste für industrielle Anwendungen, die Techniken wie maschinelles Lernen, natürliche Sprachverarbeitung oder Computer Vision nutzen. Auch Cloud- und Edge-Technologien für den KI-Einsatz im Cloud-Edge-Continuum und übergreifende Vorhaben zu Governance und Koordinierung sind förderfähig. Der Technologiereifegrad soll in der Regel zwischen TRL 5 und 8 liegen BAnz AT 27.07.2026 B1.

    Daneben veröffentlichte das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt eine Fördermaßnahme zur Entwicklung KI-basierter robotischer Systeme für Anwendungen in der Umwelttechnik. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ und als Beitrag zum Aktionsplan Robotikforschung des BMFTR. Gefördert werden innovative Robotik-Komponenten und -Systeme für den CleanTech-Bereich, die zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft, zur Erhöhung der Ressourceneffizienz sowie zu resilienteren Infrastrukturen beitragen sollen BAnz AT 25.06.2026 B2.

    BelegeBAnz AT 27.07.2026 B1BAnz AT 25.06.2026 B2