BMWK beschreibt Berührungspunkte geplanter IPCEI-Infrastruktur zu KI-Vorhaben
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt in einer Bekanntmachung das Vorhaben I-CIC vor und benennt dabei Bezüge zu geplanten europäischen Förderprojekten zu Künstlicher Intelligenz und Halbleitern sowie zu AI-Gigafactories.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlicht eine Bekanntmachung, die das Vorhaben I-CIC betrifft und dabei ausdrücklich Bezüge zur Künstlichen Intelligenz herstellt. Das Vorhaben begreift die grenzüberschreitende nahtlose Verknüpfung von zentralen und dezentralen Datenverarbeitungskapazitäten als Continuum und soll auf einer souveränen Multi-Provider-Architektur aufsetzen BAnz AT 09.09.2026 B1.
Die Bekanntmachung benennt signifikante Berührungspunkte mit den in Vorbereitung befindlichen wichtigen Projekten von gemeinsamem europäischem Interesse für Künstliche Intelligenz (IPCEI-AI) und für neuartige Halbleitertechnologien (IPCEI AST) sowie mit dem bereits laufenden IPCEI Cloud (IPCEI-CIS). Ziel sei es, umfassende Synergien zwischen diesen verschiedenen IPCEI zu aktivieren und zu nutzen BAnz AT 09.09.2026 B1.
Daneben werden Synergien mit den geplanten AI-Gigafactories beschrieben. Diese zielen vor allem auf die initiale Entwicklung sehr großer KI-Modelle auf zentral aufgebauten Infrastrukturen mit jeweils mindestens 100 000 hochleistungsfähigen KI-Prozessoren in Europa. Die Europäische Kommission sei entschlossen, Europa im Bereich KI zu einem globalen Technologieführer zu machen, und habe hierzu einen AI Continent Action Plan vorgelegt BAnz AT 09.09.2026 B1.
Inhaltlich wird ausgeführt, dass KI die Grundlage für die Entwicklung und Nutzung digitaler Lösungen bilde. Als Beispiele für innovative KI-Lösungen werden autonome Produktion, autonomes Fahren, KI-gesteuerte Robotik, KI-gestütztes Produktdesign und Industrial-Metaverse-Anwendungen genannt BAnz AT 09.09.2026 B1.
Die europäische Industrie benötige demnach nicht nur Zugang zu den neuesten KI-Modellen und -Technologien, sondern auch zu High-End-Rechenkapazitäten, die auf industrielle Bedürfnisse zugeschnitten sind. Viele industrielle KI-Anwendungen erforderten es, das KI-Training oder die Inferenz dezentral, nah am Speicher- oder Entstehungsort der Daten, durchzuführen BAnz AT 09.09.2026 B1.
Die dezentrale Verarbeitung in verschiedenen Cloud- und Edge-Infrastrukturen erfordere eine hochkomplexe Integration und eine intelligente Orchestrierung, um einen sicheren und vertrauensvollen Datenaustausch zu gewährleisten. Die Bekanntmachung ordnet diese Anforderungen in den Kontext der geplanten europäischen KI-Infrastrukturvorhaben ein BAnz AT 09.09.2026 B1.
BelegeBAnz AT 09.09.2026 B1